president bernie sanders?

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Vor drei Jahren in San Francisco noch ein Restposten

2013 hat mich in einem Bookstore in San Francisco ein älterer Hippie-Verkäufer überredet, dieses Buch zu kaufen. Ich soll wissen, dass es in den USA auch richtige Linke in Amt und Würden gibt, auch wenn der Autor nie überregional gewählt werden könnte. Nicht einmal zum Bürgermeister von San Francisco. Es ist die achteinhalbstündige Rede über den Einfluss der Wall Street und der Industrie auf die Politik und über die immer weiter auseinander gehende Schere von Arm und Reich, mit der Bernie Sanders für so viel Aufmerksamkeit sorgte, dass Barack Obama und Bill Clinton mit einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im Weißen Haus die Aufmerksamkeit weg vom unabhängigen Senator aus Vermont und seiner ‚Filibuster‘-Rede zu lenken versuchten. Freilich vergeblich, was angesichts der offensichtlichen Belanglosigkeit ihrer Pressekonferenz, deren Wortlaut hier nachzulesen ist, nicht wundert.

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own goals

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Die Wahlnacht in Iowa hätte spannender nicht am Reißbrett entworfen werden können: Klare Vorsprünge für die FavoritInnen Trump und Clinton in den sogenannten „Entrance Polls“, wo WählerInnen beim Eingang zu den Wahllokalen abgefragt werden haben zwei Eindrücke erweckt: Einerseits sah es so aus, als wäre das demokratische Rennen schon mit dem Startschuss fast vorüber, weil Sanders mit einer klaren Niederlage in Iowa wohl aus dem Rennen wäre. Und andererseits schienen die Zweifel an der Motivation der Trump-Fans, tatsächlich auch am Wahltag aufzutauchen, unberechtigt.

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warum immer noch alles für hillary spricht

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Szene aus dem aktuellsten TV-Spot der Clinton Kampagne

…mehr zum Titel unten. Zuerst ein paar Sätze zum republikanischen Rennen, das sich binnen einer Woche wieder massiv gedreht hat. Die Attacken von Donald Trump auf den texanischen Konkurrenten Ted Cruz, der kurzfristig die Führung in den Umfragen im ersten Vorwahlstaat Iowa übernommen hatte und auch in nationalen Umfragen an Trumps Führung kratzte, wirken. Der Immobilientycoon stellt in Frage, ob der in Kanada geborene Ted Cruz vor einer Klage gefeit sei, die an seiner verfassungsmäßigen Wählbarkeit zum US-Präsidenten rüttle.

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polls polls polls

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Umfragen sind Umfragen und sie werden tendenziell in Richtung Wahltermin weniger präzise. Aber in den USA gibt es zumindest eine andere Veröffentlichungskultur: Hier kann man etwa die neueste Umfrage zum republikanischen Präsidentschaftsrennen nachlesen, auf Punkt und Beistrich mit allen Detailfragen und auch mit den konkreten Frageformulierungen und sogar mit Regieanweisungen für die Fragenden. Komplett transparent also – und dann lassen sich diese Umfragen auch leichter einordnen.

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cruz control

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Der Favorit auf die republikanische Nominierung als Gegenkandidat von (aller Wahrscheinlichkeit nach) Hillary Clinton ist nicht mehr Donald Trump. Nein, der rechte Rowdy ist von einem in Europa bisher fast unbekannten Senator abgelöst worden. Rafael Edward „Ted“ Cruz ist zwar inhaltlich ähnlich positioniert wie Trump, aber er ist ein Profi.

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jetzt kommt ‪#‎usa2016‬

In einem Monat gehen die parteiinternen Vorwahlen bei Democrats und Republicans los, dann wählen quasi im Wochentakt alle 50 Bundesstaaten ihre Delegierten für die großen Parteitage im Sommer. Dort werden die beiden KandidatInnen gewählt, die dann den ganzen Herbst über um den Einzug ins Weiße Haus kämpfen. Am 8. November steht dann fest, wer „No 44“ wird, also der 44. US-Präsident – oder die 1. US-Präsidentin. Letzteres ist momentan die wahrscheinlichste Variante.

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walker out: now it’s getting serious

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Knalleffekt im republikanischen Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Partei, die seit sieben Jahren vehemente Opposition gegen Barack Obamas Democrats macht. Im Frühsommer galt er noch als Favorit, jetzt ist er raus: Der mit Chris Christie prominenteste Kandidat, der sich seit Jahren auf demokratischem Terrain hält und dem breite Anziehungskraft von der politischen Mitte bis weit nach rechts in die Tea Party attestiert wurde. Wisconsin ist demokratisches Homeland – seit 22 Jahren hat hier noch jeder demokratische Präsidentschaftskandidat gewonnen. Aber Walker hat als Gouverneur nach vehementen Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaft in Wisconsin ein Abwahlverfahren überstanden und ist dann noch einmal als Gouverneur wiedergewählt worden. Umso überraschender ist sein heute von mehreren Medien berichteter Ausstieg aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur für seine Partei.

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