how slow can you go?

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Der Niveaulimbo bei den Tempolimits ist wirklich kaum mehr auszuhalten. Bei den Bleifüßen hört der Spaß offenbar wirklich auf. Da wird gewutbürgert, was das Zeug hält. Da toben sich die jungen Männer in Internet-Foren aus. Da wird geschimpft, ausgerastet, herumgepöbelt. Es muss sich beim Auto doch um einen kompensatorischen Fetisch handeln und nicht nur um einen Gebrauchsgegenstand, wie ich immer geglaubt hab.

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das ende der bunten hunde

Lange haben uns Medien und WahlforscherInnen erklärt, in politischen Krisen profitierten die PopulistInnen, die mit lautem Halali auf Sündenböcke losgehen. Das hat sich zur self fulfilling prophecy entwickelt. Die WählerInnen haben das in den Zeitungen gelesen und geglaubt und dann selber auch Schreihälse gewählt, wenn sie empört genug waren.

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der gabi effekt

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Heute hat mich ein Journalist gefragt, was ich so spannend an Wahlen finde. Er schon ein bißchen genervt von der Ochsentour durch Österreich und davon, dass Inhalte so wenig und möglichst laute, wirksame Verknappung eine so große Rolle spielen. Ich hab zwei Antworten darauf: Einerseits, zumindest in der Theorie, dass an Wahltagen die Stunde Null für Herrschaftsverhältnisse schlägt. Ich spür, wenn ich selber wählen darf, tatsächlich so ein Kribbeln an Wahltagen, schau in die Gesichter der anderen Wählenden und freu mich, dass sie und ich für einen Tag die Macht haben. Wahlen stellen die üblichen Verhältnisse – Politik schafft an, Menschen folgen Gesetzen oder protestieren dagegen – für einen Tag auf den Kopf. Und auch wenn die Ergebnisse von Wahlen meistens nicht alles auf den Kopf stellen: Meine Feiertage als Agnostiker sind Wahltage.

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die erste koalition mit stronach?

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Es wird ein großes strategisches Dilemma sein, vor dem die SPÖ und die ÖVP nach der Salzburger Landtagswahl stehen werden. Denn es sieht in allen aktuellen Umfragen so aus, als hätten beide nur mit der jeweils anderen Partei eine Mehrheit im Landtag. Und weil blau und grün nicht miteinander können, gibt es eine Dreier-Koalition nur mit einer Beteiligung der Stronachpartei. In Salzburg entscheidet sich nicht nur, wer beim letzten großen Wahlgang vor der Nationalratswahl im Herbst Rückenwind bekommt. Sondern auch die Zukunft der Stronachpartei.

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battleground zero

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Mich interessieren als in Tirol erwachsen gewordener politisch denkender Mensch natürlich die dortigen Landtagswahlen am meisten. Trotzdem: Der Battleground Zero ist Salzburg. Dort steht’s im Rennen um die Nummer 1 und damit um den Landeshauptfrausessel Spitz auf Knopf. Tirol kann einen Einfluss auf Salzburg haben. Aber überregional relevant ist Salzburg: Wer im Chiemseehof das größte Zimmer hat, geht heuer mit Rückenwind in die Nationalratswahl im September. Warum?

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