der (fiktive) vorzugsstimmen-landtag

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Die ursprüngliche Grafik ist der Printversion der Tiroler Tageszeitung vom 29.4.2013 entnommen

Wie würde der Tiroler Landtag aussehen, wenn ausschließlich die Vorzugsstimmen regeln würden, wer die Abgeordneten der Parteien sind? Ich hab ausgerechnet, was herauskommen würde, wenn die Mandatsverteilung auf die Parteien bliebe, aber in allen Parteien die jeweils mit dem meisten Vorzugsstimmen ausgestatteten KandidatInnen Mandate bekämen – analog zum Modell, das die ÖVP bei der Gemeinderatswahl 2012 in Innsbruck angewandt hat.

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wahlreform steiermark: 10 nationalrats-mandate wandern

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1971 gab es die letzte große Wahlrechts-Reform in Österreich. Die minderheitenfreundliche Wahlkreisänderung war ein Zugeständnis der SPÖ an die FPÖ, die zuvor eine von Bruno Kreisky geführte Minderheitsregierung gestützt hatten. Was 2012 in der Steiermark recht unbemerkt beschlossen und mittlerweile vom Nationalrat in Gesetzesform gegossen wurde, läutet einen neuen Trend in Richtung mehr Personalisierung des Wahlrechts ein. Besonders ungewöhnlich dabei: Die Reform ist eine Selbstentmachtung der Landesparteien. Sie geben in der steirischen Wahlreform Macht an die dezentralen Strukturen ab. Mit der Zusammenlegung kleiner steirischer Wahlkreise wandern 10 Nationalratsmandate von den Landeslisten auf Bezirkslisten. Auf den betroffenen Mandaten sitzen heute unter anderem Werner Amon, Susanne Winter, Gerald Grosz und die jüngste SPÖ-Nationalratsabgeordnete, Sonja Steßl-Mühlbacher.

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