achter märz: wir müssen reden

Bildschirmfoto 2013-03-07 um 23.32.05

Eine Stunde zappend fernsehen. Sich überlegen, wie die Menschen, über die gerade gesprochen wird, dargestellt werden. Sich vorstellen, man wäre eine/r davon: Es ist eine uralte Übung aus Anti-Diskriminierungs-Workshops, die ich heute wiederholt hab. Ich steig‘ da ganz übel gelaunt aus. Politisch überkorrekt oder übersensibel oder spaßbefreit, ist die Einser-Antwort, wenn man Menschen auf Diskriminierungen aufmerksam macht. Das ist natürlich ein Selbstschutzmechanismus der darauf Hingewiesenen – weil niemand diskriminieren will. Es findet sich ja auch niemand selbst frauenfeindlich oder ausländerInnenfeindlich oder minderheitenfeindlich. Trotzdem: die hegemonialen Späßchen würden ohne Opfer nicht funktionieren. Und die werden, wenn sie sich wehren, mit der „spaßbefreit“-Karte mundtot und lächerlich gemacht.

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