du musst hier raus

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1. Es gibt Menschen, die am Rand der Gesellschaft in Gruppen leben, deren Spielregeln nicht mit den Freiheitsvorstellungen des gesellschaftlichen Liberalismus zusammenpassen.

2. Diesen Menschen muss die freie Wahl über ihre eigene Freiheit überlassen werden, selbst wenn die freie Wahl darin besteht, sich massiv in ihrer physischen und sozialen Mobilität einzuschränken.

3. Da, wo die liberale Gesellschaft Einfluss auf die Entscheidungen Angehöriger dieser Gruppe hat, kann sie versuchen, diese Menschen davon zu überzeugen, sich für mehr Freiheit zu entscheiden, als das in der Gruppe, der sie angehören, üblich ist.

4. Dafür, dass eine liberale Gesellschaft ihre Überzeugungskraft entfalten kann, gibt es eine einzige aber dafür unverzichtbare Voraussetzung: Die Gesellschaft muss die Menschen aus Gruppen mit anderen Freiheitsvorstellungen in ihre Mitte holen und den Kontakt zu ihnen halten und pflegen. Wer diese Menschen an den Rand drängt, will keine liberale Gesellschaft, sondern eine exklusive Gesellschaft.

5. Die derart an den Rand gedrängten Menschen selbst sind den Ausgrenzenden, die eine exklusive Gesellschaft wollen, egal. Sie tun zwar so, als ginge es um die Rechte der Betroffenen, aber sie entziehen ihnen das wichtigste Recht einer liberalen Gesellschaft: Das Recht, in ihrer Mitte existieren zu dürfen. Jene, die ausgrenzen wollen, brauchen diese Menschen als Feindbild und ihre Ausgrenzung und deren Folgen als Beweis für die Notwendigkeit einer exklusiven Gesellschaft.

Weiter bei 1.

 

 

 

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Ein Gedanke zu „du musst hier raus

  1. Hallo Paul!

    Du hast im Prinzip Recht…, aber dann sehe ich das große ABER….. Was macht eine liberale Gesellschaft mit Gruppen, die z. B. bei uns die SCHARIA durchsetzen wollen?
    Ich bin da ganz bei Sir Karl RAIMUND POPPER, der in seinem Hauptwerk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ fordert, dass auch eine noch so liberale Gesellschaft gegenüber ihren Feinden Grenzen setzt, wobei diese Grenzen möglichst weit sein sollen..
    Nimm den Aufstieg der NAZIS. Die haben nie ein Hehl daraus gemacht, welche Gesellschaft sie wollen. Und ihre Vorstellungen haben sie Punkt für Punkt durchgesetzt ohne Rücksicht auf die halbwegs liberale Weimarer Gesellschaft.

    Grüße
    Werner

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