nineleven

FriedensfreundInnen und UNO-Fans: Bitte einfach wieder wegklicken. Ich kann euch ein bißchen Ärger nicht ersparen. Ich hab nicht gelernt, wie man einen Krieg führt. Ich hab gelernt, dass man keinen führen soll. Ich hab auch gelernt, dass es Situationen gibt, in dem man nicht anders kann, als einen Krieg zu führen. Wenn es etwa gilt, Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu unterbinden. Oder systematische Gewaltverbrechen zu stoppen, wenn sie bereits passieren. Krieg ist eben – leider – die Fortsetzung der Politik, wenn alle anderen Mittel versagen.

Heute ist der 9. Jahrestag der terroristischen Anschläge auf den World Trade Center und auf das Pentagon. Eine Zeitenwende. Jede und jeder weiß noch, wo er und sie von den Anschlägen erfahren hat, es handelt sich um die meistgezeigten TV-Bilder der Welt. Es handelt sich auch um den besten Beweis dafür, dass Appeasement und „soft power“ nicht immer funktionieren. Wenn die ärgsten Feinde der Freiheit und der Menschenrechte ihr eigenes Leben geben, um möglichst viele AmerikanerInnen oder JüdInnen mitzureißen, versagen alle weichen Maßnahmen. Und nein: es gibt keine Rechtfertigung für die Barbarei des 11. September, keine einzige.

Ich hab beim Ausbruch des Kriegs gegen den Irak im März 2003 demonstriert, mich als Teil eines friedfertigen Europas gefühlt. Ich hatte unrecht, denn die Mehrheit der europäischen Staaten war in der Militärallianz vertreten. Denn die sogenannte Friedensbewegung war ein Instrument von Schröder und Chirac, um den tiefwurzelnden Antiamerikanismus in ihren Ländern für sich zu instrumentalisieren. Genau der war auch mein Motiv – das hat mich vor allem die Lektüre von Alan Dershowitz, Robert Kagan und Andrei S. Markovits gelehrt. Der Afghanistan- und Irakkrieg sind nicht super. Aber Krieg ist eben auch nicht per se böse. Historische Marke dafür: 8. Dezember 1941, Kriegseintritt der USA.

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Ein Gedanke zu „nineleven

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