warnocks sieg ist trumps waterloo

Good Morning with your 51st Democratic Senator: Raphael Warnock hat die Stichwahl um den Senatssitz in Georgia gewonnen.

Aber es ist mit 3% Vorsprung knapp genug, dass die bei den Republicans schon im November bei der Kongresswahl ausgebrochene Debatte über Trump weiter angeheizt wird. Denn Georgia ist mit Arizona und Pennsylvania eines von zumindest drei knappen Senatsrennen, in dem Trumps handverlesene und durchgedrückte Kandidaten möglicherweise die entscheidenden paar Prozent weniger gemacht haben als ein langweiliger Establishment Republikaner.

Hat Trump den RepublikanerInnen Georgia und den Senat gekostet? Die Diskussion ist umso heißer, weil die DemokratInnen 2021 bei der Stichwahl in Georgia beide Sitze gewannen, nachdem Trump wochenlang gegen Brief- und Frühwahl Misstrauen geschürt und damit auch republikanische WählerInnen verschreckt haben dürfte. Und am Tag nach dieser Doppelniederlage folgte der Putschversuch am Kapitol. Also eine sehr aufgeladene Geschichte. Georgia ist außerdem der Staat, in dem Trump auf Stimmensuche beim Staatssekretär war und wo ihn die republikanische Spitze mit diesem Anliegen auflaufen ließ.

Donald Trump will 2024 wieder Präsident werden. Aber dass er mit Ausnahme von 2016 jede Wahl verloren und die Republicans mit sich heruntergezogen hat, das wird jetzt mit dem Scheitern seines Kandidaten in Georgia noch offensichtlicher.

Die kommenden Wochen werden von der Frage dominiert, ob die republikanische Partei sich aus Trumps Würfegriff befreit. Raphael Warnocks Sieg gibt den DemokratInnen ein Polster von einem Sitz Mehrheit für die Senatswahl 2024, bei der sie viele schwierige Sitze verteidigen müssen. Er macht aber auch das Mehrheiten finden für Personalentscheidungen, RichtetInnenbestellungen und Gesetzesinitiativen für Präsident Joe Biden im Senat einfacher, weil man nicht immer alle DemokratInnen an Bord braucht.

Last not least: Raphael Warnock ist der 1. demokratische Südstaaten-Senator und bleibt das jetzt bis 2028. Das ist als Symbol wichtig und es wird auch dem Trend in Georgia, das immer demokratischer wird, gut tun. Das ist auch für die Präsidentschaftswahl 2024 entscheidend.

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