lieber sepp!

Jetzt macht sie sich wieder auf, die linke Jagdgesellschaft. Dabei war die Pressestunde noch gar nicht, in der du die Volkskoalition mit eine geläuterten Strache als „Lieblingsoption“ und als Gegenmodell zu dieser linkssozialistisch-kommunistischen ausländerdurchtränkten Wiener Bobo-Schickeria vorstellst. Dabei hast du auch noch gar nicht angekündigt, dass wir uns diese verstaubte Genfer Menschenrechtskonvention nicht mehr leisten können, weil in Zeiten der Krise Abstriche, Lasten teilen und so. Von deinen bei einem schönen Braterl ausgeheckten Plänen, die Krankenhausverwaltung zur Kompetenz des neuen Föderalismusbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Schüssel, zu machen, ist auch noch nichts durchgedrungen.

Dafür wird der äußerst mutige Schritt, der schiachen Doris Bures endlich ihr Ministerium wegzunehmen und sie zur Sandler-Verscheucherin vor der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse zu machen, auf ungeteilte Zustimmung treffen. Was tut man dem Koalitionspartner nicht alles für Gefallen. Der wird dafür gerne in Kauf nehmen, dass alle Infrastrukturprojekterln und Tunderln in Zukunft per Bedarfszuweisung des Finanzministers vergeben werden. Den Nösi-Rabatt werden’s wohl auch in Ruh lassen, gibt’s in der EU für die Briten doch auch.

Apropos Infrastruktur: Der Geheimplan mit dem Codewort „Eberau“, die lästigen Asylgesetze ersatzlos zu streichen und solche Dinge bürgernah per Verordnung des Bürgermeisters regeln zu lassen, wird als eine Sternstunde des Förderalismus noch in Jahrzehnten für bewunderndes Staunen sorgen. Noch genialer war nur die Idee, Sexualdelikte in Zukunft von einem Ältestenrat am Stammtisch beurteilen zu lassen. Wenn die Justiz immer so über Überbelastung jammert… Die komische Heini-Irgendwas hat ein bißchen g’jammert, immer nur jammern, Sekretärinnen halt. Dafür darf sie jetzt als Nationalratspräsidenten-Schönheitsbeauftragte den Neugebauer schminken.

Und wer zum Teufel braucht eigentlich eine vertrottelte überörtliche Raumordnung? Das ist doch die Vorstufe zum Sowjetkommunismus. Sollen doch alle Orte ihre Gewerbegebiete bauen – was für die Wirtschaft gut ist, hat doch den Menschen noch immer geholfen. Eine Kathedrale in der Wüste ist immer noch besser als eine Moschee.  Gegen den Plan, den goscherten Sausgruber per Volksabstimmung der Schweiz zuzuschlagen, damit die Schockifresser sich von seiner schnarrenden Stimme taub machen lassen können, könnte Otmar Karas vielleicht seine Zustimmung versagen. Andererseits, wer war noch mal Otmar Karas?

Da war noch dieses Z…, Zw…, …enten…, nein, ich kann’s nicht schreiben. Aber ob der dortige rote Bürgermeister vielleicht, für eine kleine Bedarfszuweisung und wenn man sich auf Kreiskys Erbe beruft, ein bißchen Förderalismus walten lassen tät?

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